Ehe
ist halt eben wirklich nur ein Wort

Vor einiger Zeit gab es grossen Aufruhr in den Schweizer Medien: Sogar Taiwan führt die Ehe für alle ein und die Schweiz hat das immer noch nicht. Die Reaktion der LGBTIAQ+Meute war einstimmig: Die Schweiz ist ein zurückgebliebenes Nazikaff.

Aber ist das wirklich so?

Auf seiner Zugreise quer durch Europa machte ein Tourist aus Taiwan auch einen Zwischenhalt in der Schweiz. Wir trafen uns in Luzern auf Kaffee und Sightseeing. Dabei erzählten wir uns gegenseitig viel von unserem Land und unseren Leben. Schliesslich kam es natürlich auch zu LGBTIAQ+Themen und damit auch zum Thema Ehe.

Er erklärte mir, dass in Taiwan die Ehe auch für Homosexuelle geöffnet wurde, es aber Einschränkungen gibt. Insbesondere erwähnte er folgende zwei Punkte:

Das hätte ich aufgrund der grossen Medienabdeckung zu dieser Sache nicht erwartet. Die Ehe in Taiwan ist weniger offen als das Schweizer Partnerschaftsgesetz. Wir lernen daraus, dass «Ehe» tatsächlich nur ein Wort ist und wir nicht für ein Wort kämpfen wollen. Wir wollen bedingungslose Gleichheit ohne Einschränkungen für wirklich alle.

Wir wünschen uns die Einführung der «Eingetragenen Partnerschaft» für alle und weniger Fokus auf simplen Wörtern wie «Ehe» die nichts bedeuten.

PS: Aussagen wie «sogar in Taiwan» sind im Übrigen auch generell unangebracht.

Und wie denkst du darüber?

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